Sauvignon Blanc

Der Ursprung dürfte das Bordeaux-Gebiet in Frankreich sein. Heute finden wir Sauvignon in allen Weinbaugebieten der Welt. In Südtirol wurden die ersten Sauvignon-Reben Ende des vorigen Jahrhunderts gepflanzt. In den letzten Jahren hat der Wein dieser Sorte an beliebtheit gewonnenund wurde deshalb verstärkt angebaut. Synonyme für die Sorte Sauvignon blanc sind: Blanc fumé, Muskat Sylvaner, Feigentraube, Sciampagna, Spergolina.

 

Lagen- und Bodenansprüche: Sauvignon sollte nicht in frühen, warmen Lagen gepflanzt werden. V. a. in gut exponierten Lagen von 400 bis 500 m werden gute Ergebnisse erzielt. Besonders in höhere Lagen sollte der Boden leicht erwärmbar und nicht zu tiefgründig sein. Da die Holzausreife spät einsetzt, ist der Anspruch an die Lage hoch, damit nicht Ausfälle durch Winterkälte zu beklagen sind.

 

Sorteineigenschaften und Erziehung: Sauvignon hat einen kräftigen Wuchs mit steil nach oben wachsenden Trieben. Die Trauben sind mittelgroß und je nach Klon mehr oder weniger dichtbeerig. Die Beeren sind klein, rund und färben sich, wenn sie der Sonne ausgesetzt sind, goldgelb. Der Ertrag ist mittelmäßig. Hohe Erträge sind zu vermeiden, da sonst die Typizität des Weines nachlässt. Die Trauben reifen etwas früher als Weißburgunder.

Aufgrund des aufrechten Wuchses eignet sich Sauvignon sehr gut für die Spaliererziehung. Bei einigen Klonen sind die Basalaugen wenig fruchtbar, weshalb ein Zapfenschnitt nur bedingt empfohlen werden kann.

 

Krankheitsanfälligkeit: Sauvignon ist sowohl für Gescheinsbotrytis als auch für Beerenfäule anfällig. Gegenüber stiellähme ist die Sorte kaum sensibel. Von den Weißen Sorten ist sie gegenüber Zikaden am anfälligsten. Gegenüber Peronospora und Oidium besteht keine erhöhte Anfälligkeit.

 

(Quelle: Neuanlagen im Weinbau, des Südtiroler Beratungsringes für Obst- und Weinbau)