Merlot

Die Rebsorte Merlot stammt aus Frankreich, in Bordeaux wurde sie schon cor dem 19. Jahrhundet erwähnt. Sie ist eine der wichtigsten Bordeauxsorte. Nach Frankreich mit 70.000 ha hat Italien mit einer Anbaufläche von 30.000 ha den nächsthöchsten Bestand an Merlot. Weritere wichtige Anbauländer für den Merlot sind Rumänien mit 10.000 ha sowie Chile und Kalifornien mit jeweils etwa 4.000 ha. Die Hauptanbaugebiete in Italien sind Veneto und Friaul. In Südtirol wurde die Sorte Merlot in den letzten Jahren wieder verstärkt gepflanzt und steht zur Zeit mit ca 50 ha im Anbau. Der Name Merlot stammt vermutlich von Merle (franz. Amsel).

 

Lagen- und Bodenansprüche: Wie alle schweren Rotweinsorten eignet sich Merlot besonders für tiefgründige warme Böden. An die Lage stellt Merlot etwas geringere Ansprüche als Cabernet, da die Sorte früher reift. Merlot kann von der Talsohle bis etwa 400 m ü.d.M gepflanzt werden. In warmen, sonnenexponierten Lagen erbringt Merlot auch in etwas höheren Lagen noch gute Weine. Da die Sorte stark peronosporaanfällig ist und eine mittlere Botrytisanfälligkeit aufweist, sollte sie in Lagen mit häufiger Taubildung nur auf einer luftigen Erziehungsform gezogen werden.

 

Sorteneigenschaften und Erziehung: Merlot hat mittelgroße bis große, pyramidenförmige, lockere bis leicht gepackte Trauben. Die Beeren sind mittelgroß. Merlot zählt zu den wüchsigen Sorten. Der Austrieb ist früh. Die Sorte reift etwa mit dem Vernatsch. Merlot ist vor allem für die Spaliererziehung gut geeignet. Die basalen Augen sind fruchtbar, deshalb eignet sich die Sorte auch sehr gut für Zapfenkordon.

 

Krankheitsanfälligkeit: Eine hohe Anfälligkeit ziegt Merlot gegenüber dem Peronosporapilz. Die Mehltauanfälligkeit ist mäßig. Gegenüber Botrytis zeigt Merlot eine mittlere Anfälligkeit. Auf Spalier bringt die Krankheit auch in weniger Luftigen Lagen kaum Probleme.

 

(Quelle: Neuanlagen im Weinbau, des Südtiroler Beratungsringes für Obst- und Weinbau)